Schule/Dorfgemeinschaftshaus

Um das Jahr 1745 muss das Schulhaus gebaut worden sein.

Alle Jahrgänge wurde in einem Klassenraum von einem Lehrer unterrichtet. Vierzig Jahre (1915 – 1955) unterrichtete Wilhelm Glawe die Kinder Hertingshausens. Sein Nachfolger war bis 1961 Heinz Wind. Durch Winds Initiative wurde 1957 eine neue Schule gebaut, die direkt gegenüber dem alten Schulhaus gelegen war. Das alte Schulhaus diente sodann als Lehrerwohnung.

1961 trat Heinz Wind eine neue Lehrerstelle in Halsdorf an. Horst Müller folgte als Lehrer nach. Ab 1966 gingen die „oberen Jahrgänge“ nach Halsdorf in dortige Mittelpunktschule. [dorfgemeinschaftshaus.jpg]Horst Müller unterrichtete demnach nur noch die ersten vier Jahrgänge in Hertingshausen, bis die Schule im Jahre 1968 geschlossen wurde. Die Familie Jürgen Doleisch von Dolsperg kaufte das alte Schulhaus und wohnte darin. Seit dem Jahre 1978 steht das Schulhaus im Eigentum von Waltraud und Manfred Kusebauch.

1971 wurde die „neue Schule“ zum Dorfgemeinschaftshaus umgebaut. Aus dem großen Klassenraum entstand ein Gemeinschaftsraum mit etwa achtzig Sitzplätzen, während der kleine Unterrichtsraum in eine Küche umfunktioniert wurde. Eine Ölheizung sorgte bei Veranstaltungen für eine behagliche Wärme. Von 1972 bis 1998 konnten die Bürger Hertingshausens die Räumlichkeiten bei Feiern, bei Beerdigungen und zu Versammlungen nutzen. Die Gemeindebücherei war in einem Nebenraum untergebracht. Das von 1997 – 1998 errichtete neue Feuerwehrgerätehaus dient ab dem Jahre 1998 mit seinem Raumangebot auch dem Zwecke des Dorfgemeinschaftshauses. Dieter und Britta Aillaud kauften das alte Dorfgemeinschaftshaus und bauten es zu ihrem Wohnhaus um.

von Herbert Schildwächter