Wohratal News − Jahresrückblick 2013

Liebe Wohratalerinnen, liebe Wohrataler,

schon wieder ist ein Jahr fast vorbei – man glaubt es kaum!

Auch zum Ende des Jahres 2013 möchte ich Ihnen aus meiner Sicht einen kurzen Rückblick über die diesjährigen Ereignisse in Wohratal geben.
 
Größtes Projekt in diesem Jahr war der Ausbau des Radfernweges R 6 zwischen Langendorf und Rosenthal. Die Maßnahme konnte inzwischen auf der Langendorfer Gemarkung abgeschlossen werden. Auf Rosenthaler Seite wird noch gebaut. Das Land Hessen hat dieses Projekt mit 80% der Baukosten gefördert.
 
Anfang des Jahres konnte der Freiwilligen Feuerwehr Wohratal ein neues Einsatzleitfahrzeug (ELW) übergeben werden. Es hat ein 19 Jahre altes Vorgängerfahrzeug abgelöst.
 
Ende Oktober erhielt die Gemeinde Wohratal einen Bewilligungsbescheid für die Erweiterung des Feuerwehrhauses Langendorf. Die Bauausführung ist für das kommende Jahr vorgesehen. Der Bereich Feuerwehr wird uns auch in den kommenden Jahren weiter beschäftigen.
 
Investiert wurde auch in die Trinkwasserversorgung. Die vorhandene chemische Aufbereitung im Brunnen Wohra wurde durch eine physikalische Hochleistungsentsäuerungsanlage im Hochbehälter Wohra ersetzt. Für den Brunnen in Hertingshausen erfolgte im Oktober dieses Jahres die Auftragserteilung für Reinigung und Inspektion sowie Austausch der alten Unterwasserpumpe.
 
Auch der Sanierungsstau an den Wohrataler Gemeindebrücken wurde weiter abgearbeitet. Die Bauwerke in der Langendorfer Straße und Gendalweg im Ortsteil Wohra sowie in der Hauptstraße von Halsdorf wurden durch eine Fachfirma saniert.
 
Im nächsten Jahr steht die aufwendige Sanierung der Bentreff-Brücke in der Gemündener Straße im Ortsteil Wohra an.
 
Einen wichtigen Stellenwert in diesem Jahr nahm die Frage nach Bedarf und Standortfrage für ein Lebensmittelgeschäft ein. Für alle Bürgerinnen und Bürger bestand die Möglichkeit, sich direkt an einer entsprechenden Umfrage zu beteiligen.
 
Die geringe Teilnahme an der Umfrage zeigte allerdings deutlich auf, dass die Mehrheit der Wohrataler Bevölkerung dieses Thema als nicht so wichtig und dringend erachtet, wie zunächst vermutet wurde.
 
Insofern musste, für mich etwas überraschend, festgestellt werden, dass unter Wertung der Beteiligung an der Umfrage in der Bevölkerung kein vordringlicher Bedarf für die Ansiedlung einer direkten Naheinkaufsmöglichkeit in Wohratal gesehen wird.
 
Die Einrichtung von je einem Dorfladen pro Ortsteil wäre sicher wünschenswert, wird sich aber aufgrund der geringen Einwohnerzahl für einen auf Gewinn ausgerichteten Betreiber wirtschaftlich nicht rechnen, so auch die übereinstimmenden Aussagen von potentiellen Betreibern im Verfahren.
 
Trotz schwieriger finanzieller Lage ist es in diesem Jahr auch gelungen, das gemeinsame Betreuungsangebot an der Grundschule Wohra und an der MPS Wohratal um ein weiteres Jahr zu verlängern. Auch unsere 80-prozentige Beteiligung am Defizit der beiden kirchlichen Kindertagesstätten konnten wir in dieser Höhe aufrechterhalten.
 

Was hat die Bevölkerung sonst noch bewegt?

Die Gemeinde Wohratal hat etwas zur Verkehrssicherheit getan. Es wurden stationäre Messanlagen, im Volksmund „Blitzer“ genannt, aufgestellt.
 
Ich persönlich fand das anfänglich eigentlich gar nicht so schlecht, zumal für die Kommune weder Investitions- noch Unterhaltungskosten mit der Aufstellung verbunden waren. Leider musste ich dann allerdings feststellen, dass dieses Thema hochemotional in der Bevölkerung diskutiert wurde.
 
Was war passiert? Messungen hatten ergeben, dass in den Bereichen Auestraße Halsdorf, vor dem Kindergarten in Halsdorf und im Bereich der Grundschule Wohra viel zu schnell gefahren wurde. Also wurden entsprechende stationäre Anlagen aufgestellt.
 
Eigentlich alles gut, oder doch nicht? Aber dort, wo sie standen, wollte man sie wieder weghaben. Dort wo keine standen, gab es teilweise Beschwerden darüber, dass man bei der Entscheidung über die Aufstellungsorte benachteiligt worden wäre.
 
Von Abzocke war die Rede, von gegängelten Bürgern. Auf einem Überweisungsbeleg wurde aus der Gemeindekasse Wohratal gar die „Gemeine Kasse“ Wohratal.
 
Ich fand es höchst erstaunlich und auch etwas erschreckend, wie eine derartige doch eigentlich unspektakuläre Maßnahme, deren mögliche Folgen ja jeder selbst durch sein eigenes Verhalten steuern kann, so eine Aufregung verursachen konnte.
 
Kennen Sie den Klagespruch „Ach die Welt ist nicht gerecht. Dir geht’s gut und mir geht’s schlecht. Ging‘s mir gut und ging‘s dir schlechter, wär die Welt doch gleich gerechter.“?
 
Vergessen sie ihn (gleich wieder)! Jeder selbst ist seines Glückes Schmied. Jeder Mensch hat selbst in der Hand, was er aus seinem Leben macht.  Auch nur so haben es die Generationen vor uns geschafft, Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg wieder aufzubauen und uns den hohen Lebensstandard zu ermöglichen, von dem wir jetzt zehren.
Damit es so bleibt, sollten wir uns – und ich nehme mich jetzt nicht aus - angewöhnen, etwas weniger zu klagen und uns etwas mehr vor Augen halten, wie gut es uns doch eigentlich geht.
 

Halten wir uns also an die Feststellung von  Henry Valentine Miller (1891 – 1980), einem Schriftsteller und Maler, die da lautet Leben ist, was wir daraus machen“ und wir werden sehen,  alles wird gut!

Zum Ende meiner diesjährigen Ausführungen wieder viele Worte des Dankes!

Sie gehen an die Helfer der Seniorenarbeit, an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im ehrenamtlichen Projekt „Alt und Jung gemeinsam in Wohratal“, an die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren, an die ehrenamtlich Tätigen in den Vereinen, im gemeindlichen und sozialen Bereich, in den Kirchen, an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und ehrenamtlich Tätigen in den Kindertagesstätten und Schulen, an die Leiterinnen der öffentlichen Büchereien, an das Team der Ferienspiele, an die Helferinnen und Helfer auf den Friedhöfen, an die Teilnehmer der Aktionstage in allen vier Ortsteilen und an die Bürgerinnen und Bürger, die unseren Bauhof wieder durch Mäh- und Kehrarbeiten, Baum- und Heckenschnitt sowie Blumenpflege entlastet haben.
 
Danke auch für das ehrenamtliche Engagement der Ortsbeiräte, des Gemeindevorstandes und der Gemeindevertretung.
 
Ihnen allen, liebe Leserinnen und Leser, wünsche ich ein friedvolles Weihnachtsfest und für das Jahr 2014 alles Gute und in erster Linie Gesundheit und Zufriedenheit.

 

In diesem Sinne herzlichst

Ihr Peter Hartmann

Bürgermeister

 

 

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